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 Das Tragflächenboot

Die ersten Experimente habe ich mit Tragflächenboote gemacht 

 

Mein Gleitflächenboot ist der Nachfolger vom:

Gleitkufenboot von Herrn Wankel Gleitkufenboot mit Wasserski




 

Das erste Gleitflächenboot

Dann hatte ich die Idee bewegliche Gleitflächen am Boot zu montieren,

naja das Boot hat sich sehr oft überschlagen, aber die Geschwindigkeit war schon toll.

An dem Tag als das erst Gleitflächenboot richtig fuhr, bin ich mit einem Kat am

Mannheimer Vogelstangsee frontal zusammengestoßen! Totalschaden!

(Boot fährt auf dem Bild nur 1/2 Gas)  Ist über Wellen gefahren als ob diese nicht da wären!!!

Die Gleitflächen waren Kugelgelagert!  Die Befestigungen wurden noch verstärkt!!




 

 

Das zweite Gleitflächenboot

Naja, auf zum nächsten Boot: Weiterentwicklung der frei drehenden Gleitflächen.

(war ein Sumpfboot von Graupner in Fiberglasausführung!)

Also 4 frei drehende kugelgelagerte Gleitflächen montiert! Befestigung durch Rumpf und Deck.

7,5 ccm CMB Motor und RC Anlage eingebaut und viele viele Tests am See gemacht.

 

Erstfahrt: Das Boot klebte wie Sekundenkleber am Wasser! Aha!

Die Gleitflächen unter dem Boot hatten eine so arge Sogwirkung das das Boot ohne Wellengang

nicht aus dem Wasser kam! Belüftungsröhren montiert jetzt kam das Boot sofort aus dem Wasser!

Manche Powerboate haben auch Belüftungsröhren an ihren Stufen!

 




 

Das aktuelle Gleitflächenboot

Nach dem Testen und optimieren einiger Gleitflächen (und die Lösung einiger Sicherheitsprobleme)

habe ich dann diese Rigger gebaut wo ich meine Erfahrungen eingebracht habe!  securest

 

 




 

Weitere Entwicklung: 

Die einseitig bewegliche Slip-Stick Turnfin reduziert das Aufschaukeln und gefährliche Überschlage!

Die Nute in der Turnfin ist gegen die Kavitation!

 








 

 

Bericht über ein Tragflügelboot von:

hobby Juni 1960  Jahrgang VIII

 

 

Mein Motorboot bekommt Stelzen 

Es war an einem grauen, windigen Tag vor Long Island, als ich zum ersten Male ein Boot mit Tragflügeln kennenlernte. Es war eine Liebe auf den ersten Blick. Als wir beim Start dieses ansonsten ganz normalen Bootes Gas gaben, dröhnte der Rumpf unter dem Aufprall von 60 Zentimeter hohen Wellen. Ohne Tragflügel hätte uns wohl heute eine richtige Schaukelfahrt erwartet. So aber hob sich der Bug an. das Wasser fiel an den Seiten ab, und das Klopfen der Wellen verebbte zu einen unwirklichen scheinenden Stille, obwohl der Außenbordmotor einen ziehmlichen Lärm vollführte. Ich blickte auf den Geschwindigkeitsmesser. 

 

Innerhalb von fünf Sekunden hatten wir das Boot auf 30 km/h beschleunigt. Dachdem sich der Rumpf aus dem Wasser gehoben hatte, beschleunigte das Boot noch schneller, und in wenigen Augenblicken hatten wir die erstaunliche Geschwindigkeit von 65 km/h erreicht. Bei völlig aus dem Wasser gehobenem Rumpf schnitten die Tragflügel dünne, kielwasserlose Spuren in die darunterliegende schaumige Wasserfläche. Wir fuhren auf den Spitzen zweier Dreiecke aus Metall, die nicht tiefer als 15 Zentimeter in das Wasser eintauchen.

 

Wenn sich das Boot aus dem Wasser hebt, tritt ein Problem auf, das den Piloten von Wasserflugzeugen gut bekannt ist. Es handelt sich um den Sog, den das Wasser auf den Rumpf ausübt. Die Konstrukteure der Tragflügel, die an gewöhnliche Motorboote angesetzt werden können, haben dies wohl bedacht und die vorderen Tragflügel in einem entsprechenden Winkel angeordnet, so daß sie sich vor den hinteren Tragflügeln aus dem Wasser heben. Sobald der Bug steigt, kippen die Heck-Tragflügel auf den richtigen Anstellwinkel, so daß sich jetzt auch der hintere Bootsteil aus dem Wasser hebt. Durch diesen 'Schuhlöffeleffekt` wird also das Boot von vorn nach hinten vom Wasser gelöst und so der Sog spielend überwunden.

 

DAS 'FLIEGENDE' BOOT

jagt mit 60 km/h über die

Wellen. Dies ermöglichen

die angeschraubten Metallstelzen, die das Boot mit zunehmender Geschwindigkeit vollkommen aus dem Wasserheben (oben). Damit das so präparierte Bootleichter transportiert werden kann, klapptman die 'Flügel' einfach

nach oben (links).

 

 

 

Plötzlich — mir stockte der Atem — befand sich unser Boot im Kielwasser eines großen Hafendampfers. Doch ich hatte mich unnötig geängstigt. Unser Boot ließ sich nämlich nicht aus der Ruhe bringen. Die heftigen Wellen des Dampfers konnten uns nichts anhaben. Zufällig blickte ich in diesem Augenblick hinter das Heck und sah, daß unser Boot trotz der rasanten Fahrt praktisch keine Kielwellenerzeugte. Wasserskifahrer werden von diesem Effekt des Tragflügelbootes begeistert sein. Dann kam das erste Wendemanöver. Was ich jetzt erlebte, machte mich geradezu sprachlos.Die Tragflügel besaßen eine derartige natürlicheStabilität, daß das Boot ohne Abgleiterscheinungen beinahe auf der Stelle wendete. Das muß der Fahrer natürlich wissen, denn die Zentrifugalkraft drückt ihn flach gegen die Wanten wie einen zusammengedrückten Schwamm. Bei geringen Geschwindigkeiten sind diese glatten, rutschfreien Wendungen für die Ausfahrten würdiger Großmütter gerade das Richtige. Fährt das Boot aber hohe Geschwindigkeiten, so muß man als Bootssteuermann eine ganz besondere Fahrtechnik beherrschen. Wenn das Boot mit Vollgas in eine enge Kurvegejagt wird, kann es gelegentlich vorkommen, daß der am inneren Tragflügel plötzlich auftretende Widerstand das Boot absacken läßt, es verliert seinen Auftrieb und sinkt ein. Die Folgen sind seltsam. Das Boot verhält sich wie ein Korkenzieher:. es kreiselt nach innen und wird gleichzeitig nach unten gezogen. Man hat dabei

 

 

 

KAUM ZU GLAUBEN, daß dieser unscheinbare Kahn mit 60 Sachen über das Wasserflitzt (links). Er ist mit Roberts-Tragflügeln ausgestattet und wird von einem 10-PS-Au-ßenbord motor angetrieben. Mit nur 8 Schrau-ben sind die Tragflügel am Bootsrumpf befe-stigt!

Auf dem Land nimmt sich das Tragflügelboot aus wie eine fette Heuschrecke, die gerade ans Ufer gespült wurde (rechts).

 

das gleiche Gefühl, wie wenn

man auf vereister Straße die Herrschaft über das Auto verliert. Der Horizont verschiebt sich nach der einen Seite und der Hosenboden nach der anderen, und einen Augenblick lang fliegt

im Boot alles, aber auch alles durcheinander. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, tut man das selbe wie in einem schleudernden Auto: man dreht das Lenkrad in die der Drehung entgegengesetzte Richtung (Gegensteuerung).

 

 

DIE MONTAGE der in Baukasten-form gelieferten Tragflügel bereitet keine großen Schwierigkeiten. In wenigen Stunden ist

jedes einigermaßen geeignete Motorboot

zu einem rassigen Schnellboot umgebaut

 

Dadurch wird der innere Tragflügel beschleunigt und erhält so viel Auftrieb, daß sich das Boot wieder zur Wasseroberfläche hebt. Ich bekam schließlich heraus, daß man wie beim Autofahren am Beginn der Kurve das Gas wegnimmt und dann wieder Vollgas gibt. Dadurch kann man in der Wendung Tempo zulegen, anstatt langsamer zu werden. Der innere Tragflügel hat so noch genügend Geschwindigkeit, um nicht ganz stehen-zubleiben. Bei einiger Übung kann man jedoch tatsächlich auf dem Innentragflügel kurz stehen bleiben und schwenken. Auf diese Weise läßt sich das Boot genau lenken, und z. B. zwischen zwei Bojen, die nur eine Bootslänge von-einander entfernt sind, durchsteuern. Das waren also meine ersten Erfahrungen mit den Dynamics-Tragflügeln, die in Amerika im vergangenen Jahr als Bausatz für den Bastler auf 

EINE SAUBERE

ARBEIT ist die Voraussetzung

für die Funktions-tüchtigkeit des Tragflügelbootes. Wichtig ist vor

allem, daß der

vom Hersteller angegebene Anstellwinkel der Tragflügel stimmt

 

 

 

Die Tragflügel heben das

Boot empor, wenn die Ge-schwindigkeit einen Punkt erreicht hat, an dem das über die Tragflügel-oberseite gleitende Wasser eine Niederdrucktasche gebildet hat.

 

 Die Tragflügel verlieren an Wirkung, wenn die Geschwindigkeit so weit fällt, daß sich keine Niederdrucktasche mehr bildet. Den Tragflügeln

fehlt damit der notwendige Auftrieb, und das Boot sinkt ab. 

Die Tragflügel kavitieren, wenn die Geschwindigkeit einen Punkt erreicht hat, der das Wasser zum 'Kochen' bringt. Die entstehenden Wasserwirbel nehmen den Kufen die Kraft, das Boot zu halten. 

 

den Markt gekommen sind. Ich probierte auch die Roberts-Tragflügel aus, und zwar an einer winzigen 'Nuckelpinne` von zweieinhalb Metern Länge. Die beiden Bauarten unterscheiden sich im wesentlichen nur dadurch, daß sie für

verschiedene Belastungen und Bootsgewichte ausgelegt sind. Die Tragflügel von Dynamics können eine Gesamtlast von 635 Kilogramm anheben (Boot, Motor, Passagiere).

 

Für die meisten Boote empfiehlt der Hersteller der Dynamics-Tragflügel Motoren, deren Leistung weit unter 35 PS liegt. Weshalb wohl? Mehr PS würden das Boot auch nicht schneller antreiben! Bei Geschwindigkeiten über 65 km/h beginnen die Tragflügel zu kavitieren, der Druck sinkt dann so tief ab, daß das Wasser 'kocht`und die sich bildenden Blasen beeinträchtigenden Auftrieb der Tragflügel.

 

Die Roberts-Tragflügel sind für Gesamtlasten bis zu 360 Kilogramm bestimmt. Mein kleines Boot von zweieinhalb Metern Länge begann bei einer Geschwindigkeit von 8 bis 10 km/h zusteigen, und ich erreichte mit einem 5-PS-Motor nach und nach ein Tempo von 32 km/h. Bei 7,5- und 10-PS-Motoren kommt man auf über 50 km/h. Man kann

also die normale Geschwindigkeit eines Bootes beinahe verdoppeln.

 

 

Die Versuchung, mit Tragflügeln Kunststücke zu fahren, ist natürlich groß. Solche Eskapaden können für einen unbemerkt gebliebenen Schwimmer eine große Gefahr bedeuten, denn die Tragflügel sind rasiermesserscharf! Man muß also bei solchen Experimenten vorsichtig sein.

Ansonsten liegen die Vorteile der 'selbstgestrickten' Tragflügel klar auf der Hand. Man kann annehmen, daß auf diesem Gebiet in der nächsten Zeit weitere Erfahrungen gemacht werden und sich die Funktionssicherheit solcher Konstruktionen vervollkommnet. Leider sind die anschraubbaren Tragflächen bis jetzt nur in Amerika erhältlich, wo der Bausatz ca. 400 Dollar kostet. Es ist zu hoffen, daß Sie den europäischen Motorbootfans nicht allzulange vorenthalten werden. Sh. M. Gallager

 

 

AUF DREI 'BEINEN`, wie auf einem stabilen Kamerastativ, ruht das Boot, wenn es in vollemTempo auf den Tragflügeln fährt (links). Sobald sich das Boot zur Seite neigt und der entsprechende Tragflügel einsinkt (links unten), vergrößert sich der Auftrieb und richtet das Boot auf, denn die unter Wasser liegende Angriffsfläche des betreffenden Tragflügels ist wiedergrößer geworden.

 

 

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